XX Gesch. d, frcmzös. Unruhen
schrecklicher seine Vollstreckung. Awey und zwan-zig Dörfer legte man in hie Asche, mit einer Un- !Menschlichkeit/ wovon sich bey den rohesten Völ-kern kein Beyspiel findet. Die unglückseligen Be-wohner/ bey Nachtzeit überfallen und bey demSchein ihrer brennenden Habe von Gebirge zu Ge-birge gescheucht entrannen hier einem Hinterhaltenur, um dort in einen andern zu fallen. Das jäm-merliche Gesthrey der Alten, der Frauenspersonenund der Kinder, weit entfernt das Tigerherz derSoldaten zu erweichen, diente zu nichts, als dieseletzter« auf die Spur der Flüchtigen zu führen, undihrer Mordbegier das Opfer zu verrathen. Uebersiebenhundert dieser Unglücklichen wurden in dereinzigen Stadt Cabrieres mit kalter Grausamkeit er-schlagen, alle Frauenspersonen dieses Orts -imDampf einer brennenden Scheune erstickt, und-die,welche sich von oben herabstüchten wollten,mitPiken aufgefangen. Selbst an dem Erdreich, wel-ches der Fleiß dieses sanften Volks aus einer Wüstezum blühenden Garten gemacht hatte, ward dervermeyntiiche Irrglaube seiner Pflüger bestraft.Nicht bloß die Wohnungen rieß man nieder, auchdie Bäume wurden umgehauen, die Saaten zer-stört, die Felder verwüstet, und das lachende Land jin eine traurige Wildniß verwandelt. >
Der Unwille, den diese eben so unnütze als ^beyspiellose Grausamkeit erweckte, führte dem Pro-
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