Druckschrift 
Erste Abtheilung, Vierter Band (1795) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I : (Fortsetzung)]
Entstehung
Seite
3
Einzelbild herunterladen
 

3

da im Gegentheil, wenn cr auf dem Schiffe bliebe,seine Person ganz Aegypten würde wieder erobern kön-nen. Allein dieser Rach machte keinen Eindruck aufihn; sondern in voller Rüstung mit dem Schilde vorder Brust und dem Schwerte in der Hand, spranger ins Meer, und ward einer der Ersten am Lande»

Das zweytemahl, daß er sein Leben in Gefahrbegab, war bey dem Rückzug von Mansura nachDamiekte. Hier riech ihm (wie man mir gesagt hat)sein Kriegsrach, den Rückweg nach Damietke aufdem Wasser zu nehmen. Diesen Rath gab man ihm,der Erzählung nach, um deswillen, damit er, wennseine Truppen unglücklich waren, ste durch seine Per-son aus der Gefangenschaft loskaufen könnte. In-sonderheit aber gab man chm diesen Rach wegen derHinfälligkeit seines Körpers, der von Mehrern Krank-heiten ausgezehrt war, indem cr zu gleicher Zeit dassechstägige Fieber, eine heftige Ruhr, und die imLager herrschende Seuche im Munde und an denFüßen hatte. Auch hier folgte er keinem Menschen,sondern sagte, er werde nimmermehr seine Leute ver-lassen, sondern es eben so enden wie ste. Währendseiner Krankheit kam es mit ihm dahin, daß manihm, wegen der Entkräftung durch die Ruhr, dieUnterkleider aufschnciden mußte und er wegen deSheftigen Anfalls von der im Lager herrschendenSeuche des Abends mehr als einmahl in Ohn-macht sank.

Das drittemahl daß er sein Leben in Todesgefahrfetzte, war zu der Zeit, als er nach der Rückkehrseiner Brüder aus dem heiligen Lande, noch ein Jahrdort verweilte. Damahls schwebten wir in augen-scheinlicher Lebensgefahr; denn wahrend seines Auf-

A 2 enthalcs