Druckschrift 
Erste Abtheilung, Vierter Band (1795) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I : (Fortsetzung)]
Entstehung
Seite
4
Einzelbild herunterladen
 

enthalts zu Akra, waren gegen einen Mann seinesGefolgs ihrer wohl drepßig in der Stadt, als sieüberging. Auch weiß ich keine Ursache anzugeben,warum die Türken nicht uns alle in der Stadt auf-hoben, es sey den Gottes Huld über dem König, wo-durch unsern Feinden Furcht ins Herz gelegt wurde,daß sie es nicht wagten uns anzufallcn. Hiervon stehtgeschrieben: so du Gott fürchtest, wird sich alles umdich her vor dir fürchten. Daß er dort so lange ver-weilte, war ganz gegen die Meynung seines Kriegs-raths, wie unten erzählt werden soll. Er wagte seinLeben, um die Einwohner dort zu schützen. Dennso bald er sich entfernte, war ihr Untergang unver»weidlich.

Das vicrtemahl daß er sein Leben auf das Spielsetzte, war auf der Rückfahrt aus dem heiligen Lande,bey unserer Annäherung an die Insel Cypern. Hierscheiterte unser Schiff mit solcher Gewalt, daß derGrund, worauf eS fest saß, -drey Toisen von demSchiffsboden hinwegriß. In dieser Lage ließ derKönig vierzehn Steuermänner sowohl von diesem,als von den übrigen Schiffen seines Gcsolgs zusam-menrufen, um sie zu fragen, was hier zu khun sey.Alle (wie weiter unten vorkömmt) riechen ihm, einanderes Schiff zu besteigen, indem sie nicht sahen,wie das Schiff den Wellenschlag noch länger werdeaushalten können, weil die Nägel, womit das Schiffs-zimmcrwerk zusammengcfügt sey, ganz auseinandergerissen wären. Sie zeigten dabey dem König dieGefahr, worin das Schiff sich befände, durch VeriWeisung auf das Beyspiel eines andern Schiffs, wel-ches auf unserer Hinfahrt nach dem heiligen Lande aufeine ähnliche Art untergegangcn war. Ich selbst habebey dem Grafen von Ioigny noch ein Weib und ein

Kind,