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Erste Abtheilung, Vierter Band (1795) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I : (Fortsetzung)]
Entstehung
Seite
XLVII
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zeigte Entschlossenheit in den zarten Lippen, welcheim Reden eine Reihe von schneeweißen Zahnensichtbar machten; seine starke Brust, seine breitenSchulter!! wurden schöner durch die jungfräulicheSchlankheit des Leibes; mit den kraftvollen Schen-keln schritt er mächtig einher, aber sie warm durchsanfte Schönheit gerundet. Mitten im Gespräche,wann er die kühnsten Gedanken sagte, mitten imHandeln, wann er seine gewagtesten Plane ver-folgte, deckte vstSchamröthe die blendende Haut-seines Gesichts und die ihn umgaben, schmeicheltenstch, durch ihre Gegenwart sie bewirkt zu haben.Daher schmiegte sich an ihn der selbstsüchtige Star-ke, wie der hülfcsuchende Schwache; dieser, umsichln dem kraftvollen Kaiser emporzurichten, je-ner, weil die Biegsamkeit des erröthenden Man-nes seiner Herrschsucht Befriedigung versprach.Allein jene glühende Scham galt nicht fremdenWesen; Friedrich erröthete nur vor sich selbst.Jeder edleren Seele schwebt ein Ideal vor, in wel-chem sie dereinst der Anschauung aller ihrer Kräftegemessen will; bei dem Staufer ging es, sofern esseine Person betraf, auf die höchste ritterlicheVollkommenheit, und in Hinsicht aus seine Unter-nehmungen bestand es in der Gründung des italia-nischen Zauberreichs. Wenn er redete, wenn erhandelte, überraschte ihn oft das Gefühl, wieweiter noch von seinen Idealen entfernt wäre, und triebdurch sein gewaltig schlagendes Herz das Blut in, ' seine