LLVIH Urnversalhisiorische Uebrrstcht rc.
seine Wangen. Wahrlick), dieses Erröthen warein furchtbares Zeichen für den Freihestssimr derlombardischen Städte; ein solcher Geist vergißtseine Lieblingsidcen nur mit dem letzten Lebcnshauch,und um die seinigen zu vollführen, mußte Friedrichden dritten Stand mit ritterlicher Verachtung ver-nichten, das lombardische System zertrümmern.Mit unverwandtem Blick auf sein Ideal ging er.auch sein-ganzes Leben, hindurch, obgleich dasMitleiden seiner Seele nicht fremd war, dennochgefühllos über dampfende Trümmer und Leichcnhau,ftn und achtete nicht auf den Vorwurf dir Grau,samkeit*).
Im Frühling des Jahrs i158 setzte sich Frie-drich in Bewegung nach Italien. Ein so zahlrei-ches teutsches Heer von auserlesenen Kriegern hat,'tt noch nie die Alpen erstiegen; in vier verschiede-nen Abtheilungen nahm es seinen Marsch über die-selben. Der Kaiser selbst kam vom König von Böh-men und seinem Vetter, dem staufischen HerzogFriedrich von Schwaben, von den drei teutschenErzbischöfen und einer zahllosen Menge von Bi-schöfen, Aebten und Grafen begleitet im Julius inder Lombardei an. Als er die blühenden, frucht-baren Gefilde überschaute, als am blauen Horizontihm die stolzen Tbürme der vielen prächtigen Städteerschienen, da füllten Tmänen leine Augen, seingroßes Herz schlug gewaltig gegen den Blusthar-nisch, er fühlte sich vor, dem Dedm.ten gehoben,daß alles das sein werden sollte
E) Mit der Schilderung, welche uns Madewich von Frierdrich machr, vergleiche man vorzüglich Lyron.I/r1per§. x. 2iZ.
(Der Schluß im fünften Bande.)
^ Vor,