Druckschrift 
Erste Abtheilung, Vierter Band (1795) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu den Zeiten Kaiser Friedrichs I : (Fortsetzung)]
Entstehung
Seite
XLI
Einzelbild herunterladen
 

Um'versalhistorische Uebersicht rk.

welcher ein großer Theil auf kaiserlicher Seite war.Endlich bescl loß Adrian, ein Schreiben an diedeutschen Erzbischöfe undBischöfe ergehn zu lassen,um dadurch Len Kaiser zu schrecken. Er beklagtesich bitter gegen sie über die unwürdige Behand-lung seiner Gesandten, er beschwor sie, die Stützedes Pallastes des Herrn zu werden und den KaiserLurch ihre Ermahnungen wieder auf den rechtenWeg zu führen, damit er sich wie ein vernünfti-ger Mann und rechtgläubiger König betragen möch-te. Vor allen Dingen müßten sie von dem Kanz-ler Reinald und dem Pfalzgrafen Otto von Wit-telsbach für die Lästerungen, welche sie gegen dieNuntien und die heilige Kirche ausgestoßen hät-ten, Liesen hinreichende und öffentliche Genugthu-ung verschaffen. Sollte Friedrich aber in 'seinemverstockten Sinn beharren, so werde er erfahren,daß die römische Kirche von Gott selbst auf einemFelsen gegründet sei und trotz allen Stürmen ewigunerschütterlich bleiben werde."

Die teurfche Geistlichkeit, voll Vertrauenauf den Schutz des siaufischen Helden, antworte-te in einer zwar bescheidenen, aber männlichenSprache. Allerdings habe man, schrieben sic, inDeutschland Ursache gehabt über jenen Brief zuzürnen, da.er bisher.unerhörte Behauptungenenthalten habe. Den Kaiser hatten sie freilich ver-mahnt, aber er hätte geantwortet, durch zwei

c 5 Dinge,