»Lu Universalhistorische Ueberfichtrc.
Dinge, die Gesetze seiner Vorfahren und di^Ge*wohnheikcn, welche von den Kaisern sich herschrie,den, müsse das Reich regiert werden; seine Kroneverdanke er einzig seinem Gott, die erste Stimmebei der Königswahl gebühre dem Erzbischöfe vonMainz und der Kellner habe ihn zum Könige ge-salbt, so wie der Papst zum Kaiser; was darübersei, komme vom Argen! „Der Pfalzgraf, fuhrensie fort, sei abwesend und der Kanzler Reinald ha-be sich keinesweges an den Gebuchten vergangen,sondern ihr Leben gegen das wachende Volk inSchutz genommen, llebrigcns baren sie den Päpst,den hohen Sinn Friedrichs durch schmeichelhaftereReden, als die letztem, zu besänftigen."
Unterdessen waren schon zwei Abgesandte desKaisers nach Italien vorausgegangen, um alleszu dem neuen Zuge über die Alpen vorzubereiten.Friedrich hatte dazu seinen Kanzler Reinald undLen Pfalzgrafen Otto gewählt, damit jener durchseine sanften Sitten und seine Anmuth, dieser durchseine rauhe Wildheit, beide aber durch ihre Klug-heit, Unerschrockenheit und dieWürde ihrer schö-nen Gestalt die Jtaliäner ihm unterwürfig machensollten. Ohne diese beiden herrlichen Männer ge-schah nichts Großes in dem neuen Kampf derDeutschen mit Italien; sie kamen ihrem Kaisctfast gleich an Gewalt äber die menschlichen Herzen.
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