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Urriverfalhistorische Uebersicht rc.
selben war so groß, daß er sein eigenes Kleid zerreis-sen mußte, um genug Zeichen des Kreuzzes aus-theilen zu können. Der König Ludwig der Sie-bente reihte durch seinBeyspiel auch seineGemahlinnEleonore, eines derselben zu nehmen; sie schmücktezum Ersah für dieß Zeichen des Glaubens im ge-lobten Lande seine Stirne mit dem Zeichen betroge-ner Ehemänner, durch einen Ungläubigen dazuverführt.
Aus Frankreich eilte nun Bernhard nachDeutschland, um Konrad von Hohenstaufen zurB-eilnahme an der Unternehmung zu bewegen.Allein dieser hatte alle Ursache, eine abschlägigeAntwort zu ertheilen. Kaum war es ihm gelungen,die neue Macht seines Hauses durch den Sturzdes welfischen zu sichern und die Ruhe in seinemReiche einigermaßen zu befestigen; noch hatte erseinen Wunsch, in Rom Igekrönt zu werden, nichterreichen, noch den König Rogeb von Siciliennicht demüthigen können; auch kannte er schondmchieigene Erfahrung in frühem Jahren alle Müh-seligkeiten und alle Gefahren, die sich zu einemKreuzzuge gesellten. Der Abt war unermüdet inseinen Bitten, er folgte dem König nach Speier,und hielt hier eine so donnernde Rede, daß ihnKonrad weinend unterbrach. Ich will nicht un-dankbar seyn, riest er ihm zu, gegen die Wohl-
thaten