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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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zkge Erbin seiner Staaten- Zwischen dieser PrinzessinConstantia und zwischen Heinrich dem ältesten Prinzendes Kaisers kakr eine Vermählung zu Stande, so daßdas hohenstauflsche Haus die nächste Hoffnung hatte, dieSicilianische Krone zu besitzen. Diese Krone warfür die Deutschen Kaiser aus mehrern Gründen eine be-sonders wichtige Erwerbung. Den Reichthum und dieGlückseligkeit der Provinzen nicht einmal gerechnet, wel-che dieses Königreich Sicilien ausmachten, so verschaffteihnen der Besitz desselben eine mächtige Hand in Italien.Von der Lombarden waren sie schon Meister sezten siesich also noch in den Besitz des untern Italiens undSiciticns, so konnten sie die Landereyen des Pabsts in derMitte fassen, und nun wäre die Rcyhe an sie gekommen,dem Pabst Gesetze vorzuschreiben. Dazu kam noch, daßSicilien mit einer Gewalt in Kirchensachen beherrschtwurde, die in keinem andern damaligen Königreich stattfand. Bloß um sich an den Norrmännern in Sicilieneine Stütze gegen die Kaiser zu verschaffen, hatten sichdie Pabste zn Viesen Privilegien, das ihnen hart genug«nkam, verstanden- wenn aber nun die Kaiser selbstHerren von Sicilien wurden, so war die Absicht derPabste nicht nur gänzlich verfehlt, sondern das Privile-gium, welches sie der sicilianischen Krone ertheilten, muß-te in den Händen der Kaiser auftrst gefährlich für dierömische Kirche ausschlagen. Die Vermählung deS hohen-staufischen Prinzen Heinrich mit der sicilianischen Prinzes-sin» Constantia konnte also den Päbsten nicht an-ders als unangenehm scyn, weil dadurch den deutschenKaisern zwey gefährliche Vortheile in die Hände ge-spielt wurden, welche den Kaisern zu entreißen, die vor-hergehenden Pabste alle ihre Politik angestrengt hatten.Diese Erwerbung von Sicilien aber, weit entfernt dieglorreichen Erwartungen zn erfüllen, die man sich an-fangs und mit so gr-ßer Wahrscheinlichkeit davon ge-macht hatte, wurde das Verderben des hohrnstausilchenHauses, und Sicilien wurde der Abgrund, welcher Frie-drichs ganze Nachkommenschaft verschlang.

Die Vermählung Heinrichs mit der PrinzessinConstantia wurde mit kaiserlicher Pracht in Mailandvollzogen; die Mailänder, so feindselig sie vormals qe-Ken den Kaiser gesinnt gewesen, so dienstfertig warensie jetzt, und sie ließen sich den Ruhm nicht entreisscn,