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baß diese Feierlichkeit in ihren Mauern vor sich gegangensey. Friedrich überließ nunmehr die Verwaltung deritalienischen Angelegenheiten seinem Sohn Heinrich, und«r selbst gieng wieder nach Deutschland — welches er2 Jahre nachher verließ, um einem Kreutzzugc bcy zuwohnen, und sein Grab in Asien zu finden. - Schmidts'Geschichte der Deutschen II. Band.
In Europa waren die Streitigkeiten zwischen Fricde-rich I. und der Kirche, und zwischen der Krone Frank-reich und Engclland noch nicht bepgelcgt, als die Bot-schaft von Jerusalems Verlust und SaladinS reif-senden Siegen in diesem Wclttheil ausgebreiket wurde.Moch ehe Jerusalem verloren war, hatten die asiati-schen Christen durch eine Gesandschaft den Beistand derfranzösischen und englischen Könige aufgerufen, abernichts erhalten können als Geld, Trost und Ver-sprechungen, denn die Streitigkeiten dieser beyden FürstenUntereinander ließen sie nicht daran denken, ihr König-reich zu verlassen, und sich in einer gcmcinschaftl. Un-ternehmung zu vereinigen
Der Ruf von Jerusalems Erobrung durch den Sul-tan von DamascuS setzte ^anz Europa in Schrecken,und erneuerte den Fanatismus, welcher den ErstcuKrcutz-zug entzündet hatte. Der Pabst Gregor VIII und Cle-mens HI. der ihm folgte, federten alle Könige der Chri-fienheit zu einer neuen Kriegsrnstung auf — die zwcpteEroberung von Jerusalem schien eben soviel Verdienstund eben soviel Ruhm als die erste zu vcrheissen.Richard von England machte alle Schätze seines Kö-nigreichs zu Gclde, und suchte den großen Schatz, denihm sei» Vater hinterlassen harte, durch alle Mittel zu ver-größern. Er verkaufte die Einkünfte und viele wichtigeGüter der Krone; die höchsten und ehrwürdigsten Aemterwurden feil; ja sogar die Vasallenpflicht Schottlands,welche fein Vater Heinrich mit den Waffen erzwungen,erließ er dem König Wilhclm von Schottland für eineSumme Geldes. England wurde von den unleidlich-sten Abgaben gedruckt, und die Neichen zwang er durchdie Furcht vor seine Ungnade ihn durch große freiwilligeBeytrage zu unterstützen. Diese Harte schmerzte um somehr, weil man nur gar zu offenbar sah, daß nurRuhmdurst und Eroberungsbegierde, nicht Andachtnicht Sache der Religion ihn beseelten. Ein Kreutz-T 4 Prediger