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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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mächtigen und ihm selbst einst so werthen Fürsten sotief gefallen zu sehn, brachte dem sonst so harrhcrzigcn,Friedrich die Throne» in die Augen; er erinnerte sichdabey an den Wechsel des Glücks, der eben so auch ihnselbst einmal treffen könnte. Heinrich konnte aber dochnichts anders von dem Kaiser erhalten, als daß er dreyJahre Deutschland meiden und solange in England beydem König Heinrich !l. seincmSchwiegervater sich H 82 .anfhalten solle, welches auch geschah. Heinrich der Löweerschien jezt als Flüchtling in eben dem England, wo ,seine Nachkommen, dis Churfürsten in Hannover, nochjezt als Könige regieren.

Im Jahr n83- kam endlich zu Kostnitz ein dauer-hafter Friede mit den Lombardcrn zu Stande, nachdem der 6 jährige Stillstand verflossen war. Der Frie-de war ehrenvoll für den Kaiser und auch annehmlichfür die Städte. Dem Kaiser blieb das wichtige Rechtdie Consuleö zu investiren und diese sollten ihm jedesmalden Eid der Treue schwören. Alle Bürger sollten ihmgleichfalls die Huldigung leisten , sobald sie das XVteJahr erreicht haben würden. Uebrigens blieben dieStädte in Besitz derjenigen Regalien, welche sie unterden leztern Kaisern anSgcübl hatten, und dadurch, daßihnen erlaubt wurde Bündnisse unter sich einzugehen, ret-teten sie ein wichtiges SouverainitätSrscht. Sonst aberdurfte an den Kaiser, als an den obersten Richter appcl-lirt werden, und er behielt also immer die oberste Ho-heit. Soviel also hatten die Feldzüge Friedrichs nachItalien dem teutschen Reiche immer genutzt, daß dieLombarden unter dem Gehorsam desselben blieb, wel-chen abzuschütkcln sie schon sehr auf dem Wege gewesenwar. Nach geschlossenem Frieden zeigte sich Barba-rossa abermals in Italien, aber jetzt wurde er mit Liebeund mit Ehrfurcht empfangen; weder seine vorige Har-te, noch seine leztern Niederlagen hatten das Ansehenschwächen können, welches ihm seine Thaten und seinpersönlicher Werth verschaffte.

Bey dem Frieden mit den Lombardern blieb es nichtallein; eine freudige Begebenheit brachte auch den Frie-den mit Sicilien zu wege. Der damalige König Wil-helm, RogerS Sohn, war ohne männliche Nachkommen-schaft, und seine Vatersschwester Constantia die Ein-T 3 zjge