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brich einen tiefen Unwillen gegen diesen Herzog, und drHeinrich der Löwe, seiner großen Macht und seiner stol-ze» Anmaßungen wegen, eine Menge Feinde und Nei-der unter den Fürsten und unter der Geistlichkeit harre,so war es dem Kaiser nicht schwer, seine Rache an ihmzu kühlen. Kaum hatte er einige Beschwerden gegen ihnmerken lassen, so drängte sich alles herbey, Klagen gegendiesen Fürsten anzubrmge», und vorzüglich erhoben dieBischvffe ihre Glimme gegen ihn. Diese konnten eSdem Herzog nicht vergessen, daß er sich angemaßt hatte,in den Provinzen, die er von den Slave» erobert, gleicheinem souverainen Herrn Bislhürm-r zu errichten, unsdie Bischöffe zu investiren. Sie hielten die Würde deeganzen Geistlichkeit dadurch beschimpft, daß ein HcrzozBischösse zu Vasallen habe, da bisher die Bischöffe Her-zoge unter ihren Vasallen gezählt hatten. Indessen hat-te Heinrich dieses nicht auf seine eigne Hand sonder»mit Bewilligung des Kaisers gethan, und man konnteihm also von dieser Seite nichts zur Last legen. Uorauf alle Klagen zu antworten, welche gegen ihn ange-bracht wurden, cirirte ihn der Kaiser auf einen Reichs-tag nach Worms; da er hier nicht erschien, so wurdeer auf einen Reichstag nach Magdeburg geködert. Alser auch hier nicht erschien wurde ihm der dritte Termiain Goslar anberauwt, wo er abermals ausdlieb.Nun war er den Gesetzen gemäß in die Reichsacht ver-fallen, aber Friedrich cikirie ihn noch zum 4 mal nachWürzbnrg, jedoch mit oben so schlechtem Erfolge. Nu»glaubte er sich berechtigt, ihn mtt aller Strenge de»Gesetze behandeln zu könne», welche mit sich brachten, daßjeder Vasall, wenn er auf die Zte Vorladung nicht er-schienen, seiner Lehe» verlustig zu achten scy. Er erklär-te ihn also förmlich in die ÄeichSacht, und sprach ihmseine beiden Herzogthümer, und alles, was er von Reichzu Lehen trug, ad — weil er die Majestät des Kaisersverachtet und auf dreymalige rechtmäßige Vorladung uichöerschienen sey. Es ist merkwürdig bey dieser AchkSer-klärung, daß man ihn nicht der Beschwerden wegen ver-urtheilte, um derentwillen man ihn vorfoderce, sonder»wegen seinerHalSstarrigkeit, auf diese Lerfoderuva nichtzu erscheinen. Heinrich konnte also mit sehr vielem Grun-de gegen diesen UrtheilSspruch mimenden, haß die Vor-fvdrrUNS unaerccht und rmnöLhig gewesen sey, wennL 4 »ran