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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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sicher Feind war, weil er dm Krieg in ihrem eigenenLande führte, und weil sie von diesen langwierigen An-strengungen doch erschöpft worden warcy, denn alle Ge-werbe und aller Handel mußten leiden, weil ihre Sol-daten lauter Burger waren. Friedrich hatte ohnehinkeine andre Wahl/denn aus Deutschland war keine Hülfezu erwarten und die Zahl seiner Anhänger in Italienwurde eher kleiner als größer. ES wurde also zwischenihm und dem Pabst wegen einer Zusammenkunft unter-handelt, welche endlich in Venedig, als einer Stadt,welche keine von beiden Parteyen unterwürfig war, zuStande kam. Vorher aber waren alle Vergleichspunktezwischen Alexander und Friedrich in Richtigkeit gebracht;der Kaiser sollte dem Gcgenpast seine fernere Unter-stützung versagen, und der Kirche die mathildifche Erb-schaft herausgebcn, die lombardischen Städte sollten demKaiser eben daS, aber auch nichts darüber, leisten, als wassie unter den vorhergehenden Regierungen und am An-fang der seinigen gegeben hatten. Weil man in dieserkurzen Zeit nicht alle Beschwerden heben konnte, sowurde zwischen dem Kaiser und den Städten ein Waf-fenstillstand auf 6 Jahre, zwischen dem Kaiser und Sici-kien aber auf 15. Jahre geschlossen, während welcher ZeitFriedrich sich den Genuß der Mathildischen Güter vorbe-hielt. Nachdem dieses abgerhan war hatte Alexander UI.zu Venedig i. I. n? 7 - de» Triumph, daß Vieser stolzeund furchtbare Kaiser sich auf öffentlichem Platz vorihm nieder warf und ihm die Füße küßte. Man hatvorgegeben, baß der Pabst bei dieser Gelegenheit seine»Fuß auf den Nacken des Kaisers gesetzt, und die Worteder Schrift gebraucht habeAuf Schlangen und Otternwirst du gehen und treten auf die jungen Löwen" AberLiese Anekdote ist längst nnrer die Zahl der Mahrchenzurückgewiescn. Soviel ist gewiß daß Friedrich sich be-niüthigle, und der Pabst triumphirte.

Der Kaiser hakte auch deßwegen geeilt, in ItalienFrieden zu schließen, um in Deutschland einen Entschlußauözuführen, der ihn schon seit dem unglücklichen Tref.fen bcy Ligano beschaffcigte, dieser war dieRache an Heinrich den Löwen. Dieser Herzog hatteihn, wie schon gesagt worden,«» der höchsten Noch ohneHülfe gelassen, und ihm schrieb Friedrich vorzüglich dieNiederlage bei) Ligano zu. Seit dieser Zeit hegce Frie-