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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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Städten und unter denen, welche dem Kaiser treu ge-blieben waren. Alle wurden fast auf gleicht Art mit Ab.gaben gedruckt, und von den kaiserlichen Beamren miß-handelt. Alles klagte, lauter oder stiller; und mehrereStädte wie Verona, Padua und Vizenza schlossen einenBund miteinander, i. I. n64- worinn sie sich anhei-schig machten, nicht wehr zu thun oder zu bezahlen, alswas unter den vorigen Kaisern üblich gewesen. Friedrichwar nach Deutschland gegangen, wo er eine neue Armeezusammen zu bringen suchte aber erst im dritten Jahredamit zu Stande kam. Die Deutschen waren der wi-Derhohlten Feldzüge nach Italien, die sie ohnehin niegeliebt hatten, endlich müde, und Fridrich mußte sich zuerniedrigenden Bitten herablassen, um die Fürsten dahinzu bringen, daß sie ihm folgten. Dadurch daß er von ihremguten Willen abhängig war, mußte er die Augen beyvielen Gewaltthätigkeiten zudrücken, die sie sich zu Schul,den kommen ließen. Er, der am Anfang seiner Regierungals ein noch junger Kaiser Fürsten zum Hundetragenverdammte, sah sich nunmehr dahin gebracht, die straf-barsten Friedensstörungen ungeahndet zu lassen, weil erihre Urheber nöthig hatte. So mußte er das traurigeVergnügen, sich an Ven Lombardern zu rächen und in Ita-lien eine vergängliche Macht zu behaupten, mit seinemweit reellerem Ansehen in Deutschland erkaufen.

Noch ein Umstand kam hinzu, der seine Sache ver-schlimmerte. Sei» Pabst Victor war gestorben, unddieser frühzeitige Tod 1164. wurde nach dem Aberglau-be jener Zeiten für ein Urtheil Gottes gehalten, daßdie Sache dieses Pabstes die schlimme gewesen sey. Vieledie es mit diesem Pabfte gehalten, wankten, und suchtensich mit dem Alexander auLzusöhnen. Wahrscheinlichhätte Fridrich selbst es gethan, aber sein Kanzler Rai-nald, den er in Italien gelassen, verdarb durch seineVoreiligkeit alles. Die Facrion welche den Victor ge-wählt hatte, schritt sogleich zu einer neuen Wahl, ohneauf den Alexander zu achten, und erwählte Paschal Ul.welchen der kaiserliche Kanzler, ohne erst bey seinemHerrn anzufragen, als rechtmäßigen Pabst erkannte.Friedrich machte seinem Kanzler bittre Vorwürfe darüber,aber ihn Lügen zu strafen erlaubte ihm sein Stolz nicht;er bestätigte die Erklärung des Kanzlers und machte