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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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als biß er Räche an Mailand genommen hatte, wel-ches er auch 3 Jahre lang gehalten hat.

Um Mailand auf immer außer Stand zu setzen, ihmzu trotzen, faßte er den Entschluß, diese Stadt zu zer-stören. Er gab Befehl, alle ihre Thore zu sclilei-cuund die Mauren soweit einzureiffcn, daß er durch die ge-machte Oeffnung mit seinem ganzen Heer in die Stadtziehen könnte. Damit dieses desto schneller ins Werlgerichtet würde, trug er den alten Feinden von Mailand,den Einwohnern von Lodi, Eremona, Cowo und Paviadieses Geschäft auf, welches diese auch mit unglaublicherGeschwindigkeit verrichteten; und weit entfernt, eineBelehnung für ihre Mühe zu federn, machten sie dem Kai-ser noch eine große Geldsumme zum Geschenke, daß erihnen die Freude gegönnt, ihre Rache am Mailand zukühlen- Indessen erstreckte sich diese Zerstörung nichtüber die ganze Stadt; alle Kirchen blieben unbeschädigtund selbst die innre Mauer blieb unverletzt, so daß sichMailand noch immer wieder Herstellen konnte, wie esauch wenige Jahre darauf schon geschehen ist. Aber dasschrecklichste für die Mailänder war, daß sie ihre Vater-stadt räumen und in mehrere Ortschaften ihres Gebietsverrheilt, unter der Aussickit kaiserlicher Beamten lebenmußten. Alle Städte, welche mit Mailand im Bönd-niß gestanden, wurden durch das Schicksal dieser Stadtin Schrecken gesetzt: sie ergaben sich dem Kaiser freiwil-lig, und mußten es gleichfals geschehen lassen, daß ihreStadtgraben gefüllt, und ihre Thürme und Mauernnicdergerissen wurden. Alle andren Städte der Lombar-den mußten Tribut bezahlen, und einen kaiserlichen Po-dest« (Gewalthaber) eimiehmcn.

Friedrich schaltete nunmehr unumschränkt in der Lom-bardei), und seine Macke hatte den höchsten Gipfel er-stiegen; um so naher war sie ihrem Verfall, und seinGlück fieng von diesem Zeitpunkt an, ihm untreu zuwerden.

Friedrichs Betragen gegen die widerspenstigen Städtewar bisher schon von dem Vorwurf der Harte nicht freygewesen/ aber durch seine Beamten wurde die Unter-drückung auf einen ganz unleidlichen Grad getrieben.Man machte keinen Unterschied unter den rebellischen Städten