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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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die Sache des Paschal zu der seinigen. Noch che erDeutschland verließ/ mußten die Fürsten und Bischöffeihm Versprechen, den Alexander nie als rechtmäßigenPabst zu erkennen, sondern dem Paschal getreu zu blei-ben. Umsonst suchte er noch andre europäische Königevon dem Alexander abtrünnig zu machen, den Königvon England besonders, der mit diesem Pabst in eineheftige Streitigkeit verwickelt war; aber alle seine Be,mühungen schlugen fehl und dienten nur dazu, denAlexander gegen ihn unversöhnlich zu machen.

Nun glaubte Fridrich seinem gesunkenen Ansehen undder Schwäche seines PabsteS Paschal durch eine kühneThat aufhelfen zu müssen. Er verließ schnell die Lom-barde»), und rückte auf Rom an, wohin Alexander, aufEinladung der Römer selbst, zurückgekehrt war. Er nahmohne Schwierigkeit den Theil der Stadt in Besitz, welcherdisseitS der Tiber liegt, und um den Alexander aus derPeterskirche zu vertreiben, ließ er in der Nähe dersel-ben und zuletzt gar an einein Thurm dieser Kirche Feueranlegen, worauf sie ihm übergeben ward. Nun erboter sich alle Gefangene und alle gemachte Beute heraus»zugeben, wenn Alexander das Pabstthum abtrcten wür-de, welches Paschal gleichfalls tbun sollte, damit zu einerganz neuen legitime» Pabstwahl geschritten werdenkönnte. Die Römer schon aufs äußerste gebracht,waren nicht ungeneigt dazu, aber Alexander war nichtzu bewegen. Um nicht zu Abtretung seiner Würde ge,zwungen zu werden, verließ er Rom heimlich in einemPilgerkleiv; »vorauf die Römer dem Kaiser die Treueschworen und den Paschal als Pabst erkannten.

Friedrichs Sache schien nach Eroberung Roms wie-der hcrgestellt zu se»in, als ein unerwarteter Unglücksfallihn um alle diese Vorkheile brachte. Eine Seuche riß«in im Lager der Deutschen, welche in 7 Tagen diemeisten Fürsten von seinem Gefolge, worunter einigevon seinen nächsten Verwandten waren, und den größ-ten Theil der Armee dahinrafte. Dieses außerordent-liche und plötzliche Unglück erklärte man nun allgemeinfür eine Strafe des Himmels, »veil er in der Nähe derPeterskirche Feuer hatte anlegen lassen, und eine tiefeBestürzung bemächtigte sich Mer seiner Anhänger. Zu