L8l
Seite
Lande, und vermehrte diese Besitzungen noch mit Guicn«ne und Poitou, indem er die berüchtigte Eleonora vonGnienne, Ludwig des Siebenten von Frankreich verstoße-ne Gemahlin, hcirathete. In der Folge unterwarf ecauch Irland seiner Herrschaft. Er war der mächtig-ste von allen Königen, welche vor ihm in Engelland re-giere haben, und seine eben so staatskluge als milde Re- xgierung, seine kriegerische Tapferkeit und seine Gcrech-rigkeitsliebc haben ihm den Nahmen eines vortrefflichenRegenten erworben. Aber so glücklich und geschätzt erauf seinem Throne war, so unglücklich war er im Innernseiner Familie. Richard und Johann, welche beydenachher zur Regierung gelangten, ließen sich von demfranzösischen König Philipp August gegen ihren Vaterzu Empörungen reitzen, und verkürzten durch ihre Un-dankbarkeit seine Tage.
Der Ton, in welchem ein so mächtiger Fürst wke Hein,rich U. gegen Friedrich Barbarossa spricht, beweißt so-wohl für den Persönlichen Ruhm dieses noch jungenMonarchen als auch für die Hoheit des deutschen Kaiser-nahmenö in jenen Zeiten.
27z. Bmeficr'a.
Dieses Wort bedeutet zugleich eins Wohlthakund ein Lehen. Der letztere Sinn ist es, der dieDeutschen und ihren Kaiser so sehr dagegen entrüstete.
295. Von ihm die Belohnung
lies Belehnung.
zz;. Hierauf wurden die seit langer Zeit-von
ihren Personen sowohl als Gütern.
Die Widersetzlichkeit Mailands nnd andrer Städte derLombardey hatte die Frage in Bewegung gebracht, wieweit sich eigentlich die oberherrlichen Rechte der Kaiserin den 'Angelegenheiten Italiens erstreckte». Die Kaiserhießen Herren von Italien, aber es war bisher ganzunentschieden geblieben, was für Rechte dieser Titelihnen verschaffte. Solange sie mit einem zahlreichen Heerda waren, so wurden ihre Befehle respekrirt; sobald sieS 5 dm