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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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Lli. Barbaren aus der Insel Skandinavien.

Die Langobarden (in Urkunden Longobarden ge-nannt) bewohnten in früheren Zeiten die lange Bor»de an der West, und Ostseite der Elbe, vom Lüneburgi-schen bis ins Magdeburgische. Gegen Ende des drit-ten Jahrhunderts rückte der Hauptstamm an der Elbehinauf, und wählte sich die öden Gegenden und Wäl-der zwischen diesem Fluß, der Weichsel und Donau zuseinem Wohnsitz. Gegen Ende des fünften Jahrhun-derts rückten die Langobarden in Rugeland ein (zwi.sehen Gran und Linz) nachdem Odoaker, König derHeruler, das rugische Reich vernichtet hatte. SieVerließen es bald, und zogen sich in das OesterreichischeMarchfeld wo sie den Herulern anfangs zinsbar wur-de», nachher aber über dieses barbarische Volk denMeister spielten. Im Jahr 548 wurde der katholischeTheil der Nation diesseits der Donau in Pannonien,einer Provinz des römischen Reichs, ausgenommen,that von da aus den Ostgokhen in Dalmatien und Illy.rien vielen Schaden, und leistete dem Kaiser Justi-nian erhebliche Dienste. Alb oin ihr zehcnter König,führte Krieg mit dem arianischen König der Gepidenund machte 567 mit Hülfe der Avaren dem Gepidi-schen Reich ein Ende, Gleich nach diesem Kriege rück-ten die Langobarden, in Verbindung mit Avaren, Ge-Piven und andern Völkerschaften in Italien ein (568)eroberten in kurzer Zeit den größten Theil des obernItaliens, der vorzugsweise den Nahmen Longobardey(Lombardey) von ihnen erhalten. Die Residenz deslongob. Reichs war Pavia. Auch im untern Italienmachten die Nachfolger Alboins, unter denen sich meh-rere als Gesetzgeber hervorthaten» Eroberungen. DieLangobarden waren ein wildes Volk, und ihre Kriegewurden von fürchterlichen Verheerungen begleitet, ob-gleich nicht zu laugnen ist, daß die Schriftsteller dieNachrichten davon übertrieben haben. Aistnlp' h undDesider die letzten ihrer Könige, suchten ihre Machtauf Koste» der römischen Pabste und der griechischenKaiser zu vergrößern, zogen demselben aber eben da-durch den Untergang zu, indem der bedrängte Pabstdie Frauken gegen sie zu Hülfe rüste, deren König