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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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dann» geschlagen, und den Klerus in ein gehässigesLichr gestellt, wodurch nicht allein die Stadt Rom son-der» auch andere Städte angeseuert wurden, ihre Bl-schöfft der Regalien zu berauben.

So sehen wir denn um die Mitte des XII Jahrhun-derts fast in allen Städten des obern und MittlernItaliens den Geist der Frcyheit in Bewegung. Allesist gernstet und bewaffnet, für seine Unabhängigkeit zustreiten; alles von demselben Geiste bclebr, alles willfrey seyn, und sich nach seine» eigenen Gesetzen regie-ren. Jede Stadt har ein mannhaftes streitbares Heerauf den Beinen, jeder Bürger ist Soldat. Waren die-se zahlreichen Städte unter sich einig gewesen, hättenste einander selbst nichr am meisten geschadet und durchKriege sich unter einander emkräfter, so würde keineauswärtige Gewalt, je vermögend gewesen s. yn, ihrenBund zu zertrennen; und gegen Kaiser und Pauste-gegen auswärtige und einheimische Unterdrücker hättensie ihre Unabhängigkeit siegreich behauptet. Durch ihrUnglück wurden sie in der Folge ringer, und schlossenwirklich einen solchen Bund, wovon sie bald die. wich-tigsten Vorttzeile empfanden. Zu eben der Zeit, wo-in dein ganzen ober» Italien der Geist der Freiheitentbrannte, stieg in Deutschland ein Kaiser auf denThron, der wehr als alle seine Vorgänger von den An-sprüchen der Kaiser auf Italien eingenommen, und mehrals alle dazu fähig war, nach diesen Grundsätzen zuhandeln. Italien will unabhängig seyn, und ist bereit,alles für diese Unabhängigkeit zu wagen Friedrich-Barbarossa will haben, daß es abhängig sey, und istgleichfalls bereit, alle seine Kräfte au diese Unrcrneh-mung zu wenden. Es konnte also nicht anders seyn,als es mußte zu einem hartnäckigen wichtigen Kampfezwischen derHerrfchbe'gierde des deutschen Kaisers»nd der Freyheitsiicbe der Italiener kommen; d>-rWiderstand ist eben so kraftvoll als der Angriff, undauf beyvcn Seiten wird gleich viel Geschicklichkeit gezzeigt, gleich viel Muth und Tapferkeit verschwendet,auf beyden Seiten mit der hartnäckigsten ErbitterungMochten.

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