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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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frühesten Zeiten zu einem Handelsplatz. Sie war dieHauptstadt Liguriens, kam mit dem übrigen Oberitalienunter römische Herrschaft, und nach dem Untergang desReichs im fünften Jahrhundert fiel fie in gethische,nach diesem in langobardischeHande.

Ais Karl der Große dem langobardiscben Reich inItalien ein Ende machte, kam auch Genua unterFränkische Hoheit und von dieser unter die Herr-schaft der deutschen Kaiser, welche es meistens durchGrafen aus dem Hause Este regieren ließen.

Diese Stadt bereicherte sich ihrer Lage gemäß, ebenso wie Venedig durch Schiffarth und Handlung. Siebekam aber schlimme Feinde an den Arabern, welche imyten und roten Jahrhundert das mittelländische Meerund alle Busen desselben unruhig machten, und alle Kü-sten, wo Beute zu machen war, durch Slreifzüge heim-suchten. Die Genueser hatten ihnen zwar die InselCorsica weggenommen und diese furchtbaren Feinde ausihrer Nachbarschaft verjagt, aber das Meer konnten sieihnen nicht verschließen und öftere feindselige Landungennicht verwehren. Bey Gelegenheit einer solchen Landungwurde auch Genua, gerade zur Zeit wo seine wehrhaf-testen Bürger zur See abwesend waren, von diesen sa-racenischen Corsaren erobert, geplündert und viele Ein-wohner in die Sklaverey weggeführt. Ader durch dieunerschöpflichen HülfSmittel des Handels Hub sich Genuabald wieder daß es gegen das Ende des erlften Jahrhun-derts im Stande war, die Schwäche der DeutschenKaiser in Italien zu benutzen und nach Unabhängigkeitzu streben. Tie neue Republik erwählte sich Consu->l e S,von welchen sie nach eigenen Gesetzen regiert wurde.

Auch die Genueser hatten von den Kreutzzügen großeVorrheile gezogen, indem sie den Kreutzfahrern nichtnur Proviant auf ihren Schiffen nachführten, sondernihnen auch bey ihren Eroberungen i» Palästina erhebli-che Dienste leisteten-. Dieß erwarb ihnen, eben so wieden Denetianern, wichtige Handelsfreiheiten und einenfesten Fuß auf den syrischen Küsten. Im dreyzehntenJahrhundert brachten sie eS so weit, die Schiffarkh undHandlung auf dem schwarzen Meere zu beherrschen, undmit den Venetianern um die Oberhoheit im Archipela-zus streiten zu können.

Die