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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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durch Brücken verbunden, und äus allen zusammen erhüisich das heurige Venedig, eine Scavr die geschlossen istohne Tborc, fest ohne Mauren und vhneVeftungswerkeunüberwindlich, durch nichts vertheidiqr als durch dasMeer worinn sie liegt und durch die Untiefen, welcheden Eingang für jedes fremde Schiff gefährlich machen.Ei» Sumpf den man unter den Nahmen der Lagunakennt, trennt die Stadt von dem festen Lande, und es kostetschon Jahrhunderte lang unermeßliche Arbeit und Auf-wand diesen Sumpf zu unterhalten, daß er nicht festesLand und von der See verlassen wird.

Die See, auf welche die alten Bewohner Venedigsnunmehr eingeschränkt waren, wurde die Quelle ihresReichlhumö, ihrer Freiheit und Macht. Von demfesten Lande verdrängt und von allen Ressourcen verlassendie der Landbau gewähr.', mußten sie in derGchiffartund imHande l ihr Heil versuchen. Die Nvlh wur-de ihre Gesetzgeberin, ihre Führerin und die Schöpferinitihrer Größe. Alle ihre Industrie wandte sich nun dentSchiffbau und dein Seewesen zu; schon iin NeuntenJahrhundert waren die venetianischen Schisssbaumeistcrdurch ganz Italien berühmt. Sie wurden unternehmendzu Wasser, trieben den Seehandel mit Ernst, und kamenbereichert nach Hause. So sehen wir das Beispiel derPhönizier in der alten Welt und der Holländer in derVenen; diese dtey Nationen besetzten durch ihre Betrieb-samkeit was die Natud und ihre HeuNkat ihnen verweisgert hakte; arm auf dem festen Lande schufen sie sichrin wandelndes Vaterland auf dem Meete, und zuHauSohne Aernte suchten sie ihr Glück auf den entlegenrstenKüsten auf. Bald wurden die Venediger mächtigim avriatischen Meer, so wie sich nach und nach dieschwachen Griechen aus demselben zurückzogen. DieStreifekeyen der Araber, welche das mittlandische Meerund äuch das adriatische beunruhigten; die Venedig ge-genüberwohnenden Slavcn in Istrien und Dalmatien,welche gleichfals SeeunternehmungeN khateN - zwangensie größre Schiffe zu bauen und stärkere Flotten in Setzu schicken. Sie machten Eroberungen in Istrien undDalmatien, und ihr Doge nahm gegen die Mitte desXten Jahrhunderts den Titel eines Hebzogs von letz-term an. Auch auf dem festen Lande Italiens, das

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