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nicht abschrecken. Er folgte-dem König nach Speyerwo er in einer Predigt mit solchen Eifer sprach, daßalles Volk mit dem König hingerissen wurde. Konradselbst rief mitten unter der Predigt mit weinenden Augenaus: „Ich erkenne die großen Gutthaten, die Gott mir er-zeigt hak. Ich bin bereit ihn zu dienen." Sogleich hefteteihm Bernhard das Kreutz an, und überreichte ihm dieauf dem Altar liegende Fahne, mit der er gegen die Un-gläubigen zu Felde ziehen sollte. Mit dem König nahmennoch viele von den anwesenden Fürsten, und sein eige-ner Nesse, der junge Friedrich, (der nachher alsFriedrich Barbarossa so berühmt wurde) dasKreutz. Bernhard folgte darauf dem König nachBayern, wo er mit dem nehmlichen glücklichen Erfolgedas Kreutz predigte. Die allgemeine Angelegenheit derChristenheit brachte alle Privatstreitigkeiten zum Schwei-gen. Herzog Welf von Bayern, bisher ei» Feind derHohenstaufer schloß einen Stillstand mit Konrad, undwurde sein Mikgefährie auf dem heiligen Zug. DaSHeer wuchs in kurzer Zeit so sehr an, daß man gegen70,000 bloß Gepanzerte zahlte, welches lauter Edlewaren. Jeder von de» Edlen hatte wieder viele Reiter inseinem Gefolge, und daSj Fußvolk war unzählbar.Eben so zahlreich als das deutsche Heer, war auch dasfranzösische, aber sie vereinigten sich nicht mit einander.
Im Jahr 1147 eröffncce Conrad den zweytenKrcutzzng. Er zog mit seinen Deutschen voran nachCcnstantinopel. Hier herrschte der Kaiser EmanuelComnenus, der die Schwester von Conrads Gemahlin»zur Che hakte. Von dieser Verwandschaft des griechi-schen Kaisers mit dem Deutschen versprach man sich fürdiesen Kreutzzug viel Gutes, aber diese Hoffnung wur-de getauscht. Die Griechen hinkergingen, wie gewöhn-lich, die Lateiner, indem sic sie die beschwerlichsten We-ge führten, cS an Proviant fehlen ließen, und dasBrod welches sie ihnen verkauften noch obendrein mitKalk verfälschten. Emanuel Comnenus ließ noch ausser-dem falsches Geld prägen, um das schwere Geld derDeutschen dagegen einzuwcchseln.
Der Zug gftng mitten durch Klernasien auf Antiochienzu , ob man gleich den König Konrad weislich gerathewhatte, sich näher an der Küste zu halten, um stets freyeR z Zu-