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Den r?ten Saphar des Jahrs 589 (119z)überfiel ihn ein Gallensieber, das mit jeder Stunde im-mer heftiger ward. Die Krankheit griff vorzüglich denKopf an, woraus wir schlossen, daß sie sich mit demLode endigen werde. Ein Aderlaß, das die Aerzts amvierten Tage verordneten verschlimmerte sie noch mehr,weil sein Temperament meistens trocken, und sehr we-nig feucht war. Er betrug sich bey seinen Leiden ganzgelassen, ohne gegen die umstehenden, die ihn bedien-ten, seinen Unwillen zu aussern.- Lim neunten Tagebekam er eine Ohnmacht. Die ganze Stadt bezeigteüber seine Krankheit die innigste Rührung: alle Kram-läden wurden geschlossen und alles Gewerbe eingestellt.
Als endlich Almalich Alaphdal sähe, daß sein Va-ter gewiß bald sterben werde, ließ er sich von den Gro-ßen huldigen. Bey dieser Feyerlichkeit war kern Egyp-tier zugegen, wer! man von ihrer Treue hinlänglich ver-sichert war. Vielleicht ist die Formel des Huldigungs-eydes wenig bekannt, deswegen will ich hier so viel zrirProbe miktheilen.
„Ich mache mich zu dieser Stunde verbindlich,Almalich Alnasir Saladin treu, aufrichtig und be-ständig zu dienen; und schwöre, daß ich aus allenKräften für sein Reich streiten, mein Leben, Vermö-gen, Schwert und Mannschaft ihm widmen, und künf-tig alle seine Befehle auf das genaueste befolgen wer-de. Eben dieses Versprechen soll mich nach seinein To-de zu gleichen Pflichten gegen seinen Sohn und ErbenAlaphdal Ali verbinden. Ich rufe Gott zum Zeugenan, daß ich für sein Reich und feineLande fechten, meinLeben, Vermögen, Schwert und Mannschaft ihmwidmen, und seinen Befehlen und Verboten treulichgehorchen will. Herz und Mund stimmen hierin über-ein. Gott weiß, was ich sage und wird richten."