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Seitdem Saladins Krankheit Ueberhand nahm,mußte einer beständig bey seinem Lager sitzen und ihmaus dem Koran vorlesen, um seine heftigen Phanta-sien so viel als möglich zu leiten. Ich, Alphadil undJbn-Elzek wurden in der zwölften Nacht von AlmalichAlaphdal zu ihm gerufen, und gebeten, da zu bleiben.
Weil aber das Volk vor dem Schloß auf uns warte-ten, und unser Aussenbleiben sehr leicht Blutvergießenin der Stadt hatte erregen können, so hielten wir esfür rathsamer wieder fortzugehen.
Endlich verschied Salaßin am Morgen des aastenSaphar i. I. 589 (119?) Ich bin bey seinem Endenicht zugegen gewesen. Wenn man mir sonst erzählt hat, A // ^daß ein Freund für den andern oft sein Leben aufgeo-pfert, so habe ich immer geglaubt, dieß könne nichtwörtlich und eigentlich verstanden werden. DieEmpfindungen aber, die ich so wohl, als viele an-dre an diesem Tage hatten, belehrten mich, daß esmöglich sey, sicb zu entschließen, durch sein Blut dasLeben eines andern zu erkaufen.
Almalich Alaphdal nahm die Condolenzen an, jedochnur von den Angesehensten der Officiere und Bürger.
Die übrigen Prinzen zogen in der größten Wehmuthaus dem Schloß, Die Kosten zum Begräbnisse muß-ten bis auf die geringste Kleinigkeit geborgt werden,weil man nicht das mindeste Geld vorräthig fand. Erwurde noch vyr Sonnenuntergang in dem Schloßgar-ten beerdigt. 'Almalich Alaphdal ließ seinem Oheimund seinen Brüdern den Todesfall schriftlich melden,und nahm den folgenden Tag im Schlosse von Geistli-chen und Gelehrten die öffentlichen Trostreden an,
Gedichts aber wurden obgewiesen.
Ach! sie sind dahin jene Zeiten. Wie Träumesind sie verschwunden, und zugleich die Menschen, diein ihnen lebten.
Anmew