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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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tes, der die Stühe deines ggnzen Glückes ist. Ladakeine Blutschuld auf deinen Kopf, denn vergossenesBlut schläft nicht. Suche die Herzen und Gesinnun-gen deiner Unkerthanen dir geneigt zu erhalten, undwache eyfrig für ihre Wohlfarkh, deren Besorgung dujn meinem und auch in Gottes Namen führst. Be-mühe dich die Gunst der Großen dir zu erwerben,und bedenke, daß dein Vater zu der Höhe nichtgestiegen wart/ auf der er jetzt steht, wenn er nichtalle mit Güte und Sanftmuth behandelt hätte. Hassekeinen Menschen, denn der Tod rafft alle dahin.Beleidige auch Niemand, weil Menschen ohne Genug-thuug nicht verzeihen; Gott aber vergiebt nach seinerBarmherzigkeit jedem reuigen Sünder."

Hundert ein und sechzigstes Kapitel.

Saladins Krankheit und Tod.

(§o bald die Englische Flotts im Anfänge des Sjarvalunter Segel gegangen war, trat der Sultan eine Reisein seine am Meer gelegene Provinzen au, um die dortbefindlichen Festungen zu besichtigen und Befehl Zu ge-ben, sie in guten wehrhaften Zustand zu setzen. Unter-deß mußte ich nach Jerusalem gehen, um den Bau desLazareths und der Schule zu betreiben. Von hier be.rief er mich nach Damaskus, und empfieng mich unterden zärtlichsten Umarmungen. Eines Tages führte ichverschiedene edle Franken, die Audienz verlangt hatten,in sein Zimmer. Sein kleiner Sohn Elemir mit demer sich eben die Zeit vertrieb, erschrack über die Gestaltder Franken, ihren geschornen Bart, abgeschnittenesHaar, und ungewöhnliche Kleidertracht, und sienglaut an zu weinen. Sogleich entschuldigte sich Sala-din, daß ihm seine Gefchäffre nicht erlauben, sie heuteanzuhören, da er doch sonst gegen jedermann sehr ge-fällig war. Den