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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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Hundertem und fünfzigstes Kapitel.

Der Sultan eröffnet den Feldzug.

^ufdie Nachricht, daß die Franken sich in Bewegunggesetzt, brach auch Saladin mit seinem Heere auf undzog vor Jaffa, das er so gleich auf der schwächstenSeite, nach dem Morgenthor zu, berennen ließ. Zudieser Unternehmung gab ihm selbst der König vonEngland Veranlassung, der gleichsam aus Verachtunggegen uns aus Ptolemais nach Berituö marschirt war.So heftig nun auch unser Angriff war, indem an ei-nem Tage ein großes Stück der Mauer einstürzte,eben so muthig bewiesen sich die Belagerten, und be«. nahmen durch ihre tapfre Gegenwehr den Muselmän-nern fast alle Hoffnung, etwas gegen sie auszurichten»Jedoch machte der Sultan seinen Soldaten bald wie-der neuen Muth, und brachte in einigen Tagen soweit, daß die Belagerten sich genöthigc sahen, zweyPersonen, einen Christen und Franken, als Unter-händler abzuschicken. Der Sultan machte ihnen ebendie Bedingungen, die er vormals bey der Uebergabevon Jerusalem gemacht hatte, schlug ihnen aber diegebetene Frist von einigen Tagen ab, und ließ Feuerin die angelegten Minen werfen, wodurch die Hälfteder schon beschädigten Mauer einstürzte. Unrerdeßhatten die Belagerten, die diesen Fall schon voraussehen konnten, einen großen Holzhaufen hinter derMauer aufgethürmt, den sie sogleich anzündeten, umuns daö Eindringen durch die Bresche zu verwehren.Und stier bewiesen sie einen wahren unerschütterlichenHeldcnmuth: denn mitten im hitzigsten Gefechte ver-schlossen sie nicht einmal die Thore, sondern fochten oh-ne sich ein einziges mahl zurückzuziehen vor den Mau-ern im offnen Felde bis die Nacht hereinbrach. DerSultan sieng auch wirklich an es zu bereuen, daß er

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