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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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den muthigen Entschluß des Mannes, dem alle übrigebeystimmten, nicht wenig aufgeheiterk. Allein seineFreude dauerte nicht lange. Denn bald darauf rief ermich zu sich, und sagte: wißt ihr nichts Neues?Nein Abulhaisja, fuhr er fort, ließ mir heute mel-den, daß sehr viele Mamlucken zu ihm gekommen, undmit unsrem Vorhaben, eine Belagerung auszuhalten,mißvergnügt gewesen waren; weil es Jerusalem ebenso wie Ptolemais ergehen könne. Ihrer Meynung nachwürde es besser seyn, das Schicksal von Jerusalemdurch eine Schlacht zu entscheiden. Denn, siegtenwir, so bliebe uns Hoffnung zu künftigen Eroberun-gen; siegten wir nicht, so könnten wir wenigstens mitdem Verlust von Jerusalem die Erhaltung unsrer Trup-pen erkaufen, durch welche sich die Muhammedanervon je her, auch ohne den Besitz von Jerusalem, be-hauptet haben. Die heilige Stadt lag dem frommenFürsten so sehr am Herzen, daß er über diese Rede dengrößten Kummer empfand. Er blieb aber seinemEntschlüsse getreu, uud setzte einen seiner Verwandten,Mesjdoddin, Phachrousjahs Sohn, Herrn von Baal-bek zum Oberbefehlshaber der Stadt ein. Die Mam-lucken hatten nemlich die Bedingung gemacht, daß ent-weder er, oder einer aus seiner Familie bey ihnenbliebe, wenn sie die Stadt vertheidigcn sollten, weilsonst weder Kurden den Türken, noch Türken denKurden gehorchen würden.

Ich für mein Theil gab mir alle Mühe, ihndurch Gründe der Religion unter der Last, der er erlag,aufzurichten, und verrichtete mit ihm in der Moscheeein andächtiges Gebet, dessen gute Wirkungen wirauch bald verspürten. Denn gegen Abend ließ sichdas ganze feindliche Heer auf einem Hügel gegen Mit-tag blicken, und zog sich dann wieder in sein Lager zu-M Z rück.