Er
' Saladins erster Feldzug in Begleitung feines Oheims
Asedoddin.
!>i Uch Veranlassung zu diesem Feldzuge gab der Vezir
Sjavar, Statthalter von Egypten, gegen den ein ge-wisser Dargam mit einem starken Heere ausgezogenwar. Sjavar war zu schwach, um ihm Widerstandzu leisten. Cairo wurde erobert; er verlohr seinenSohn, und zugleich die Statthalterschaft. Denn da-
mahls war es Gewohnheitsrecht in Egypten, daß je-der Statthalter, der seinem mächtigem NebenbuhlerW ^ weichen mußte, seines Postens entsetzt, und dem Sie-»i Wr ger E Diplom zur Bestätigung in seiner neuen Wür?- M« he ausaefertigt ward. Der vertriebene Statthalter
P nli ssteht nach Syrien an, den Hof des Nourreddin Zen-
iWW chias, und ersucht ihn um Hülfe gegen seinen überle-
, gencn Feind. Nsurredin bewilligt ihm seine Bitte,
«W theils aus Gefälligkeit, theils aus Politik, um mit je-
nen Gegenden und ihrer Verfassung näher bekanntzu werden. Zu dem Ende schickte er den Asedoddinabgch Schjyrchouh im Jahr 558 (1162 n. C.) dahin
Mi ab, dem Saladin, obgleich ungerne, als Heerfuh-
,Lk«, ^ rer und Rakhgeber folgte. Sie langten den zwey-
ten des andern Monats Sjumad in Egypten an. Jh»i re Ankunft verbreitete Schrecken über das Land, und
, Sjavar ward wieder unter gewissen Bedingungen ein-
M E gesetzt.
Die Verfassung von Egypten, welche Asedoddin^ ^ bey dieser Gelegenheit kennen lernte, erregte in ihm
^ > den Wunsch, sich mit der Zeit selbst zum Herrn eines
Reichs zu machen, das ohne alle Ordnung, und ohne- wehrhafte Mannschaft bestand. Er endigte den Feld-
Zug