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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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Mehrere Tage lang freundschaftlich ausgenommen, uNderhielt vom Sultan bey seinem 2lbschiede eine herrlicheAusrüstung, nebst den trefiichsten Kleidungsstücken,für sich und seine Familie.

In meiner Gegenwart führte man' einst einengefangenen Franken zu ihm, der die deutlichsten Merk,mahle der Furcht zu erkennen gab. Aus des Dolmet-schers Befragen, warum er so furchtsam sey, gab ihmGott die gute Antwort ein:Ich zitterte, ehe ich seinAntliß sähe, jetzt aber flößt mir sein Anblick das be-ste Zucrau-n ein." Diese Antwort /verschaffte ihm! Le-ben und Freyheit.

Als er ein andermahl in meiner Begleitung nichtweit vom Lager der Franken gieng, führten die Kund-schafter ihm ein Weib zu, Vas aus dem Lager derFranken kam, sich umer dem heftigsten Ausdruck desSchmerzes den Busen zerriß, und den Sultan zusprechen begehrte,Eure Freybemer, sagte sie, höhl-ten gestern meine Tochter aus meinem Zelte. DieFürsten riechen mir, da ich um Hülfe bat, den Sul-tan anzuflehen; sie versprachen mir Gelegenheit zuverschaffen, mit euch zu reden uns versicherten mir,daß ihr ein sehr gnädiger Herr wäret." Saladinward hierüber bis zu Thränen gerührt. Er ließ dasKind aufsuchen, das Lvsegeld für dasselbe auszahlen,und es der Mutter wiedergeben, die bey Erblickungihrer Tochter auf die Erde fiel, sich im Staub wälzte,und dann die Augen gen Himmel gekehrt einige nurunverständliche Worte herbetete, worauf beyde unver-letzt wieder in das feindliche Lager zurückgebrachtwurden.

Vergehungen seiner Hofbedienre, wenn sie auchalles Maas und Ziel überschritten, ließ er immer un-

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