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Jedermann hielt dieß Betragen für ein Zeichen seinesZorns, und glaubte gewiß, daß mancher mit seinem Le-den werde küssen müssen. Sein eigner Sohn AlmalichAddahir erzählte mir, er habe sich aus Furcht nichtunterstanden, seinem Vater vor Augen zu treten.In dieser Verfassung habe er seinen Weg bis Ba-zura fortgesetzt, wo er nicht eher als bis er gefordertwurde, und auch dann noch mit Zittern, in des Va-ters Gezelt hineinkrat. Es waren eben Früchte auüDamaskus angekommcn. Der Sultan benutzte die-se Gelegenheit, seine Offieiere zu sich zu rufen.Sie näherten sich ihm furchtsam, indem sie zum we-nigsten die härtesten Verweise erwarteten wie sehr abererstaunten sie, als der Sultan sie mit den Früchtenbewirthete. Von Stund an war es, als wenn vor-her nichts vorgefallen wäre.
Achtes Kapitel.
^ch bin, spricht der Prophet, gesandt, um die erha-bensten Tugenden auszubilden, und auözuüben.
Saladins Betragen war so gefällig, daß er seineHand nie zuerst zurückzog, wenn der andre sie gefaßthatte. Selbst gegen die Ungläubigen bewies er sichleutselig, nahm jeden eben so menschenfreundlich alsgastsrey auf, und schickte ihn mit heiterer Miene zurück.
Zum Beweise kann der Fürst von Antiochiendienen. Dieser hatte im Jahr 588 (1192) im Mo-nat Sjawal mit ihm Frieden geschlossen, und trafihn nachher unversehens auf dem Wege von Jerusalemnach Damaskus an. Auf sein Bitten schenkte Sa-ladin ihm die Städte, die er vor vier Jahren erobert
hatte,