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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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dem Handbuch des Raz, der es in vier Theilen ab-gehandelt hat.

Als er einst nach Tische gebetet, und statt desSchlafs sich mit einigen seiner vertrautestem Freundein Gespräche eingelassen hatte, tritt ein angesehenerHofbediente ins Zimmer, und überreicht ihm imNamen eines andern eine Bittschrift. Ich bin itzt,sagte Saladin, nicht wohl aufgelegt; verschieb es bisauf ein andermahl. Allein jener hörte darauf nicht,sondern stieß ihm die Supplike gleichsam ins Gesicht.Diese Zudringlichkeit nöthigte den Sultan, sie anzu-nehmen und durchZulescn. Der Mann hat eine ge-rechte Sache, sprach Saladin. Wollt ihr, erwider-te jener, geruhen, mir dieß schriftlich zu versichern. Ja; aber hier ist keine Dinte. Er saß nerv-lich am Eingänge des sonst sehr geräumigen Zimmersdergestalt, daß keiner zu der Dinte, die im Hinter-gründe stand, gelangen konnte. Da, hinter euchsieht sie, rief ihm der Bediente zu, gerade als wenner ihm zumutheke, die Hand selbst nach dem Din-tenfaß auszustrecken. Wahrhaftig, du hast Recht,antwortete Saladin, grif nach der Dinte, und Unter-zeichnete die Bittschrift. Herr, sagte ich hierauf, derallmächtige Gott gab dem Propheten das Zeugniß,daß er eine erhabene Seele habe, und jehk macht auchihr euch eben dieses Zeugnisses würdig. Er hat.janichts verbrochen, antwortete Saladin; ich habe seinGeschäfte abgethan, und bin dadurch belohnt genug.

Ich kenne noch mehrere Beweise seiner ausseror-dentlichen Gnade. Er konnte es ganz gelassen anse-hen, wenn sein Sopha von den vielen Menschen, dieihm ihre Bittschriften überreichten, zertreten ward-Einst wurde mein Thier scheu, sprang an die Seite,

und