lastung beständig im Dienst behalten habe: welchesdenn auch viele der angesehensteil und edelsten Män-ner mit ihrem Zeugniß erhärteten.
Der Kläger verstummte. Saladin aber warviel zu großmüthig, al^ daß kr ihm seine Verwegen-heit hatte sollen entgelten lassen. Vielmehr beschenkteer ihn mit einem reichen prächtigen Kleide, dessenWerth mir aus dem Gedächtniß entfallen ist.
Drittes Kapitel.
„Ä^enn der Freygebige strauchelt, spricht unser Pro-„phet, so hält ihn Gott selbst bey der Hand zurück.^Saladinö Mildthätigkeit ist so bekannt, daß es unnö-thig wäre, sie durch Schriften noch bekannter zu ma-chen. Daher will ich nur in wenigen Worten ihrergedenken.
Er, der so viel in seinem Leben besessen hatte,hinterließ im Schatze nichts, als sieben und vierzigNazaritische Drachmen, und ein kleines lyrisches Gold-stück, von mir unbekanntem Gehalte. Bisweilen ver-schenkte er ganze Gegenden und Provinzen; zu Jeru-salem fanden sich viele Deputirte bey ihm ein, die erbey ihrer Abreise nach Damaseus nicht hätte beschen-ken können, wenn er nicht seine eigne Kasse angegrif-fen und bis auf den letzten Heller ausgeleert hätte,denn in der Schatzkammer war kein Geld.
Er war immer gleich srcygebig, er möchte nunviel oder wenig haben. Deswegen legten die Ver-walter des Schatzes, auf den Fall eines plötzlich ein-tretenden Bedürfnisses, heimlich etwas Geld bey Sei-te, denn sie wußten wohl, daß alles, was er vorfand,