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zunaen hatte er seine gewöhnlichen Vorleser bey sich,die ihm über zwanzig Vers^vorlesen mußten. Einstbemerkte er einen Knaben, der seinem Vater aus deinKoran verlas; dieß machte ihm so viel Vergnügendaß er den Knaben zu sich rief, ihn mit Speisen vonseiner Tafel beschenkte, und dem Vater ein StückLand auf einige Zeilen anwies.
Er war von kleiner zarter Leibesstatur, sehr leichtzu Thränen geneigt, vorzüglich wenn er den Koranvorlesen hörte. Besonders fand er an den Traditionensehr vielen Geschmack, ließ jeden der hierin bewandertwar, zu sich kommen, und hörte ihn in der Versamm-lung seiner Kinder, Sclaven und Freunde an. Warder Gelehrte keiner von denen, die gewöhnlich bey Ho-fe erscheinen, so gieng er selbst zu ihm. In Alexan-drien z. B. lebte ein gewisser Elhaphid von Hispahan,Len er oft aus Liebe zum Lernen besucht hat.
Ich habe mich öfters unter seinen Kindern be-funden, wo er selbst den Vorleser machte, und beymerkwürdigen Stellen die innigste Rührung des Her-zens bezeigte.
Die Religion verehrte er mit der größten Achtung.Er glaubte eine Auferstehung, ein Paradies zur Beloh-nung der Guten, und eine Hölle zur Bestrafung derBösen. Er war kein Freund der Philosophen, Moat-talisten, und aller derer die sich gegen die Glaubens-sätze erklärten. Seinem Sohn Haleb Almalich Alna-tzer, den Gott verherrlichen wolle, gab er einst Be-fehl einen jungen Menschen, Namens Ossahaverd, hin-zurichten, weil er von den Lehren der Religion verächt-lich sollte geurtheilt haben; und das Urtheil, wurdeauch nach angesteltem Verhör, in wenigen Tagen voll-zogen.
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