XxVl Uniocrsalhistorische UebersichL rc.
that verpflichtet fühlte, und eine zweyte noch grö-ßte von ihm erwartete, hatte er ihn genöthigt,eine bescheidene Bitte um Wiederherstellung desJnvestiturrechts zurückzunehmen, zu welcher derhälflose Zustand des Pabstes demKaiser Murh ge-macht hatte. Er hatte einem Erzbischoff vonTrier, ehe dieser noch von dem Kaiser mit demzeitlichen Theil seines Amtes bekleidet war, dieEinweyhung ertheilt, dem ausdrücklichen Sinn desVertrags entgegen, der den Frieden des deutschenReichs mit der Kirche begründete. Mitten inDeutschland, wo er ohne Lothars Begünstigungkeinen Schatten von Hoheit besaß, unterstand ersich, eines der wichtigsten Vorrechte dieses Kaiserszu kränken.
Aus solchen Zügen erkennt man den Geist,der den römischen Hof beseelte, und die unerschüt-terliche Festigkeit der Grundsätze, die jeder Pabst,mit Hintansetzung aller persönlichen Verhältnissebefolgen zu müssen, sich gedrungen sah. Mansah Kaiser und Könige, erleuchtete Staatsmännerund unbeugsame Krieger im Drang der UmstandeRechte aufopfern, ihren Grundsähen ungetreu wer-den und der Nothwendigkeit weichen; so etwas be-gegnete selten oder nie einem Pabste. Auch wenner im Elend umher irrte, in Italien keinen FußbreitLandes, keine ihm holde Seele besaß, und von der
Barm-