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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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Universalhistorische UebersichL rc> xxv

ren, hatte in dem Vergleich/ der den Jnvestitur-streit endigte/ ganz von dieser geheimen Wundegeschwiegen. Diese Ansprüche des römischenStuhls' auf die Mathildische Erbschaft brachte In-nocenrius jetzt in Bewegung/ und bemübre sich we-nigstens/ da er den Kaiser unerbittlich fand, dieseanmaßliche Rechte der Kirche für die Zukunft inSicherheit zu setzen. Er bestätigte ihm den Ge-nuß der mathildischen Güter auf dem Weg derBelehnung/ ließ ihm dem römischen Stuhl einenförmlichen Lehenseid darüber schwören, und sorgtedafür, daß diese Vasallenhandlung durch ein Ge-mahlde verewigt wurde, welches dem kaiserlichenNahmen in Italien nicht sehr rühmlich war.

Es war nicht der römische Boden, nicht derAnblick jener feyerlichen Denkmähier, welche ihmdie Herrschergrvße Roms ins Gedächtniß bringen,wo etwa die Geister seiner Vorfahren zu feinerErinnerung sprechen konnten, nicht die zwangauf-legende Gegenwart einer römischen Pralaten-Ver-sammlung, welche Zeuge und Richter seines Be-tragens war, was- dem Pabst diesen standhaftenMuth einfiößte; auch als ein Flüchtling, auch auf' deutscher Erde hatte er diesen römischen Geistnicht Verleugner. Schon zu Lüttich, wo er in derGestalt eines Flehenden vor dem Kaiser stand, woer sich diesem Kaiser für eine noch frische Wohl-

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