XXIV Universalhistorische Übersicht rc.
Ocean verlor, wo die Häuser selbst gegen das Le-ben der verhaßten Fremdlinge bewaffnet waren.Es war gebräuchlich die Kaiserkrönung in der Pe-terskuche zu vollziehen, und in Rom war alles hei-lig, was gebräuchlich war; aber die Peterskirche,wie die Engelsburg, hatte der Feind im Besitz,woraus keine so geringe Macht, als Lothar bey-sammen hatte, ihn verjaget» konnte. Endlich nachlanger Verzögerung willigte man ein, der Noth-wendigkeit zu weichen und im Lateran die Krönungzu verrichten.
Man erinnert sich, daß es die Sache desPabsteö war, welche den Kaiser nach Italien führ-te ; als der Beffhützer, mehr als ein Ziehender,foderte er eine Ceremonie, welche dieser Pabst ohneseinen starken Arm nimmermehr hätte ausübenkönnen. Nichts desto weniger behauptete Jnno-centius den ganzen Pabstsinn eines Hildebrands,und mitten in dem rebellischen Rom, gleichsamhinter dem Schilde des Kaisers, der ihn gegen diemörderische Wuch seiner Gegner vertheidigte, gaber diesem Kaiser Gesetze. Der Vorgänger desLothar hatte die ansehnliche Erbschaft, welche Ma-thilde, Markgräfin von Tuscien, dem römischenStuhl vermacht hatte, als ein Reichslehen einge-zogen, und Pabst Kalixtus II., um nicht aufsneue die Aussöhnung mit diesem Kaiser zu erschwe-ren,