XX Universalhiftorische Uebersicht rc.
mal zu der Partey des Kaisers, der es zu Grundzu richten suchte. Friedrich von Schwaben undKonrad von Franken, die beyden hohenftaufischenBrüder, Enkel Kaiser Heinrichs IV. und die na-türlichen Erben seines Sohns, hatten sich alleStammgüter des Saiisch - fränkischen Kaiserge-schlechts zugeeignet, worunter sich mehrere befan-den, die gegen kaiserliche Kammergüter eingetauschtoder von geachteten Ständen für den Reichs-Fiskus waren eingezogen worden. Lothar machtebald nach seiner Krönung eine Verordnung bekannt,welche alle dergleichen Güter dem Reichsfiskus zu-sprach. Da die hohenftaufischen Brüder nichtdarauf achteten, so erklärte er sie zu Störern desöffentlichen Friedens, und ließ einen Reichskrieggegen sie beschließen. Ein neuer Bürgerkrieg ent-zündete sich in Deutschland, welches kaum ange-fangen hatte, sich von den Drangsalen der vor-hergehenden zu erhöhten. Die Stadt Nürnbergwurde von dem Kaiser, wiewohl vergeblich bela-gert, weil die Hohenstaufen schleunig zum Entsatzherbey eilten. Sie warfen darauf auch inSpeyer eine Besatzung, den geheiligten Boden,wo die Gebeine der Fränkischen Kaiser liegen.
Konrad von Franken unternahm noch einekühnere Thar. Er ließ sich bereden, den deutschenKonigstitel anzunehmen, und eilte mit einer Armee
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