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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
Entstehung
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XVIII
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XVlll Universalhistorische Uebersicht re.

te. Lothar von Sachsen wurde einstimmig zumKaiser erklärt, mit Gewalt herbeygeschleppt, undauf den Schultern der Fürsten, unter stürmischenBeyfallgeschrey, in die Versammlung getragen.Die mehreften Reichssiände billigten diese Wahlauf der Stelle; nach einigem Widerstand wurdesie auch von .dem Herzog Heinrich von Bayern,dem Schwager Friedrichs, und von seinen Bischöf-fen gut geheißen. Herzog Friedrich erschien end-lich selbst sich dem neuen Kaiser zu unterwerfen.

Lothar von Sachsen war ein eben so wohl-denkender als tapfrer und staatsverstandiger Fürst.Sein Betragen unter den beyden vorhergehendenRegierungen hatte ihm die allgemeine AchtungDeutschlands erworben. Da er die vaterländischeFreyheit in mehrern Schlachten gegen Heinrich IV.verfochten, so befürchtete man um so weniger, daßer als Kaiser versucht werden konnte, ihr Unter-drücker zu werden. Zu mehrer Sicherheit ließwan ihn eine Wahlkapitulation beschwören, dieseiner Macht im geistlichen sowohl als im welt-lichen sehr enge Grenzen setzte. Lothar hatte sichdas Kaiserthum aufdringen lassen, dennoch machteer den Thron niedriger, um ihn zu besteigen.

Wie sehr aber auch dieser Fürst, da er nochHerzog war, an Verminderung des kaiserlichen

Anse-