XVI Universalhistorisihe UebersichL rc.
einen merklichen Einfluß hatte, und daß sie als-dann vorzüglich dieser Hülfe bedurften, wenn siedurch Wahl allein, ohne Mitwirkung des Erb-rechts auf den Thron gestiegen waren. Was auchihr Fiskus dabey gewinnen mochte, so konnte derErtrag des Eroberten den Aufwand der Eroberung> kaum bezahlen, und die Goldquelle vertrocknete, sobald sie das Schwerdt in die Scheide steckten.
Zehen Wahlfärsten, welche jetzt zum ersten-mal einen engem Ausschuß unter den Reichsstän-den bilden, und vorzugsweise dieses Recht aus-üben, versammeln sich nach dem Hinscheiden Hein-richs V. zu Mainz, dem Reich einen Kaiser zu ge-ben. Drey Prinzen, damals die mächtigstenDeutschlands, kommen zu dieser Würde in Vor-schlag: Herzog Friedrich von Schwaben, des ver-storbenen Kaisers Schwestersohn, Markgraf Leo-pold von Oesterreich und Lothar, Herzog zu Sach-sen. Aber die Schicksale der zwey vorhergehen-den Kaiser hatten den Kaisernahmen mit so vielenSchrecknissen umgeben, daß Markgraf Leopold undHerzog Lothar fußfällig und mit weinenden Augendie Fürsten baten, sie mit dieser gefährlichen Ehrezu verschonen. Herzog Friedrich allein war nunnoch übrig, aber eine unbedachtsame Aeusserungdieses Prinzen schien zu erkennen zu geben, daß erauf seine Verwandtschaft mit dem Verstorbenen
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