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Abteilung 1 Bd. 3 (1790) [Universalhistorische Uebersicht der merkwürdigsten Staatsbegebenheiten zu en Zeiten Kaiser Friedrichhs I.]
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Universalhistorische Uebersichr rc.

mußten- Wichten übernehmen/ die mit den Ver-größerungsplanen der Päbste durchaus unvereinbarwaren, und seine kaiserliche Ehre, sein Ansehen imReich hieng an ihrer Erfüllung. Seine Kaiser-würde legte ihm auf, die Herrschaft über Italienund selbst in den Mauern Roms zu behaupten, inItalien konnte der Pabst keinen Herrn ertragen,die Italiener verschmähten auf gleiche Art dasJoch des Ausländers und des Priesters. Es bliebihm also nur die bedenkliche Wahl, entweder demKaiserthron von seinen Rechten zu vergeben, odermit dem Pabst in den Kampf zu gehen und aufimmer dem Frieden seines Lebens zu entsagen.

Die Frage ist der Erörterung werth, warumselbst die staatskundigsten Kaiser so hartnäckigdarauf bestanden, die Ansprüche des deutschenReichs auf Italien geltend zu machen, ungeachtetsie so viele Beyspiele vor sich hatten, wie wenigder Gewinn der erstaunlichen Aufopferungen werthwar, ungeachtet jeder italienische Zug von denDeutschen selbst ihnen so schwer gemacht, und dienichtigen Kronen der Lombardei) und des Kaiser-thums in jedem Betracht so theuer erkauft werdenmußten. Ehrgeitz allein erklärt diese Einstimmig-keit ihres Betragens nicht; es ist höchst wahr-scheinlich, daß ihre Anerkennung in Italien auf dieeinheimische Autorität der Kaiser in Deutschland

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