er der Leib eines vernünftigen Wesens sey, heilst da-her: ich kann hei Aufsammlung der Theile seiner Er-scheinung nicht eher stille stehen, bis ich auf denPünkt-gekommen bin , dafs ich ihn als den Leib einesvernünftigen Wesens denken mufs. Ich will diesengenetischen Beweifs strenge führen, d. i. ich will dieHauptmomente desselben angeben. Ausführlich kanner hier nicht dargestellt werden. Er allein bildet eineeigne Wissenschaft, die Anthropologie.
g.) Zuförderst müfste es nothwendig seyn, denmenschlichen Leib als ein Ganzes zu denken : und un-möglich die Theile desselben im Begriffe zu trennen,wie es bei Objekten, die blofse rohe Materie sind^Schutt, Sandhaufen u. s. f. geschieht. Aber was sobeschaffen ist, dafs es rjothwendig als ein Ganzes ge-dacht werden mufs, heift ein organisirtes Naturpro-dukt. Der menschliche Leib mufs zuförderst ein ovga-nisirtes Naturprodukt seyn. Was ein organisirtes Na-turprodukt sey, und warum und inwiefern dasselbenur als ein Ganzes zu denken sey, läfst sich am bestenerkennen durch die' Vergleichung desselben mit einemIlunstprodukte welches darinn mit dem Naturprodukteübereinkommt, dafs es auch nur als,ein Ganzes zudenken ist. In beiden ist jeder Theil, um eines jedenandern willen, .demnach um des-Ganzen willen da ;und die Urtheilskraft würde daher bei der Betrachtungdes einen , wie - des andern - , von dem Setzen des einenTheils fortgetrieben zu allen, bis sie das Auffassen vol-lendet hat. Im Naturprodukt aber ist das Ganze auchum der Theile willen da ; es hat keinen andern Zweck,als den, bestimmt diese Theile zu produciren; im Kunst-
pro-