der Kirche wünschte, den Vorschlag, die Wahl ihr zuüberlassen, auf welchem Fall sie einen von der andernPartei- erwählen wolle: oder dieser die Wahl unterdem Beding zu übertragen, daß sie einen der Ihrigenzum Pabst ernennte. Allein der Vorschlag wurde ver-worfen. Da wollte nun der Diaconus Otto, CardinalAdebaldus Crassus, Johann von Neapel dem HerrnCanzler Roland den päbstiichen Mantel mit Gewaltumthun, die Cardinäle der bessern Partey aber ver-hinderten es im Namen des allmächtigen Gottes, derheiligen Apostel Petrus und Paulus, und der gesamm-ten Kirche. Dennoch wollten jene, wiewohl vergeblich,ihren Vorsatz noch einmahl ausführen, und es lag nichtan ihnen, daß sie ihn nicht durchsetzten. Der römi-sche Clerus, welcher sich in der Peterskirche versammelthatte, hörte den Lerm, lief herbey, umringte den HerrnOtto, und schrie einhellig: „Wählt den Herrn Octa-vian, durch den allein die Kirche Frieden haben kann!"Darauf wurde auf Bitten des römischen Volks, durchdie Wahl des gestimmten CleruS, mit Zustimmungund auf Verlangen des ganzen Capitels der Peterskir-che, der Herr Octavian, von dem besser gesinntenTheile der Cardinäle erwählt, mit dem Mantel beklei-det, !und auf den Stuhl des H. Petrus gesetzt, ohneden geringsten Widerspruch, und unter freudiger An-stimmung des Liedes: De Deum lauäamus!Nach dieser Ceremonie nahten sich ihm die Herren Car-dinäle, und der ganze Clerus, der theils schon gegen-wärtig war, theils noch herbeyströmte, so wie auchder größte Theil des römischen Volks, um seine Füßeder Gewohnheit nach zu küssen. Der Herr CanzlerRoland, und sein Anhang, der, wie man spricht, sichihm eydlich verpflichtet hatte, sahen dieß ruhig, ohneden mindesten Einspruch zu thun an, ließen den Kopfsinken, und giengen auf die Burg. Die Herrn Car-dinäle, der Clerus, die Rechtsgelehrten- Secretäre,Ce z Sk-
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