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Sechs Monate hatten sie bereits davor gelegen^»vobeysie sehr viel von Schnee und Kalte leiden mußten, disdamahls außerordentlich stark war.
Es wurden also Belagerungsmaschinen, und hoheThürme gegen die Mauren geführt. Die letzter» wa-ren mit Eisen und andern Materien wohl verwahrt,um theils fester stehen zu können, theils gegen dasFeuer gesichert zu seyn. In denselben befanden sich dietapfersten Soldaten, welche mit ihrem Geschoß um ssviel mehr Schaden thaten, da sie von oben sehr guehinab sehen, aus den Straßen aber, und von denVestungöwerken nicht erblickt werden konnten. DisFeinde schossen zwar brennende mit Widerhaken verse-hene Bolzen auf die Thürme ab, allein sie konntendamit wenig auSrichten; das Feuer wurde sogleich ge-löscht, und wenn ja ein Stück von der Bekleidung inBrand geriejh, so hieb man es mit Aextcn aus. Beydiesem Kampf und Gegenkampf vergiengen wieder vieleTage, wahrend welcher Zeit die Cremenser vieleMenschen einbüßten, ohne den Unsrigen irgend einenbeträchtlichen Schaden zufügen zu können.
Endlich gab der Kaiser, da er sah, daß die Cre-menser durchaus keine Gnade suchen wollten, Befehlzu einem allgemeinen Sturm. Die tapfersten Män-ner aus dem ganzen Heere mußten die Thürme besetzen.Oben auf der Spitze eines jeden standen Bogenschützenund Lanzenschleuderer zur Bedeckung derer, welche be-stimmt waren, die weiter unken befindliche Fallbrückeauf die Mauer fallen zu lassen. Die Thürme warenüber hundert Fuß hoch, und konnten inwendig sehr vie-le Menschen fassen» Das übrige Heer war rings umdie Mauer vertheilk, und hakte Befehl, sie entwederzu ersteigen, oder zu durchbrechen, sobald die Fall-brücken herabgelassen wären.
Die Belagerten strengten ihrer seits alle Kräftean, um sich diesen Zurüstungen mit Nachdruck zu wi-der-