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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
360
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stündlich erzählen, wenn nicht euer und daß Ohr alle»Bewohner des römischen Reichs dadurch beleidigt wür-de. Ihr stolzer Uebermuth, der nicht bloß uns, son-dern auch euch und das Reich empfindlich kränkt, scheintdurch ein geheimes göttliches Gericht dahin zu zielen,daß sie und ihre Mitschuldigen eine Strafe empfangen,die das kaiserliche Ansehn nach der Strenge der Gesetzeexemplarisch rächt. Wo ist die Treue, welche die Mai-länder in ihrer höchsten Reinigkeit behauptet zu haben,sich rühmten? Wo ist die Gerechtigkeit, welche sie inAufrechthaltung der Gesetze ganz besonders bewiesen zuhaben Vorgaben ? Nicht wir, sondern die verletzte Treuemag hier zeugen. Der begangene Meineyd, derBun-deöbruch, die beleidigten Rechte der Gesandten, wel-che nicht blos uns und euch, sondern auch den Bar-baren heilig sind, mögen den Ausspruch thun.

Wenn ich mir also von euch Treue, Gerechtig-keitsliebe, Tapferkeit, und unverzagten Mukh verspre-chen darf, so schauc auf den Feind, der mitten in euremLand steht, und vereinigt euch, ihn nicht als unfern,sondern als euren gemeinschaftlichen Widersacher, zuPaaren zu treiben. Beschirmt das römische Reich,dessen Glieder ihr seyd, so wie wir das Haupt dessel-ben, und bedient euch hiezu unsrer Person, entwederals eines Soldaten oder als eines Kaisers. Zum zwey«tenmal haben sie sich des nehmlichen Verbrechens gegenuns, und gegen die Ehre des römischen Reichs erkühnt,welches nun eine so exemplarische Strafe erhalten soll,daß jedem andern der Much zum Aufruhr entfalle« "

Diese Rede wurde mit allgemeinem lautenDeyfall ausgenommen« Einer drengte sich vor dem

andern