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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
331
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lauchtrgste Kaiser in der Versammlung, setzte sich aufeinen erhabenen Ork, wo er von allen gesehen und ge-hört werden konnte, und redete sie durch einen Doll-metscher an.

Da es, sprach er, der göttlichen Ordnung ge«füllen, uns das Ruder des römischen Reichs in dieHände zu geben, so bemühen wir uns billiger Weise,so viel wir unter Gottes Obhut vermögen, alles das-jenige zu erhalten, was demselben zusteht. Fernerhalten wir es für Pflicht der kaiserlichen Majestät,durch Wachsamkeit und Androhung der Strafen demVerbrecher einen Zaum anzulegen, den Guten zuunterstützen, und den Landfrieden zu erhalten. Eben sogut aber kennen wir auch die Rechte und Privilegien,welche uns nach göttlichen und menschlichen Gesetzenzustehen. Unser Wunsch ist es; rechtmäßiger Herrdes Reichs zu seyn, von einem jeden sein Recht undseine Freyheiten zu beschützen,! aber nicht um den Tyran«neu zu spielen, und alles ungeahndet zu thun. MitGottes Hülfe werde ich der seyn , dessen Gesinnungendas Glück nicht ändern soll. Die Grundsätze, welcheich auf den Thron mitbrachte, werde ich auch in derFolge beybehalten, allein nie kann ich ruhig zusehen,daß irgend jemand Eingriffe in die Rechte meiner Kronemacht?

Weil man nun entweder im Krieg oder im Friedengroß werden kann, und das Vaterland eben so wohl durchWaffen beschützen, als durch Gesetze vertheidigen muß,so wollen wir jetzt nach beendigtem Kriege uns an dasGeschäfte des Friedens ' machen. Ihr wißt daß dieBürgerlichen Rechte durch uns empor gehoben, undbefestigt, und durch die, welche sie genießen, genug-sam gebilligt sind, um hinlängliche Kraft zu besitzen:allein die Rechte des Regenten sind so sehr geschmählert.