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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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Als der Kaiser hierauf in dieKrongüter des Ma«thildischen Hauses einrückte, verbannte er den Troßvon Marguerendern und Dirnen, die auch von seinenVorfahren nicht gelitten waren, weil sie nur dazu die-nen, den Soldaten zu entnerven.

Der siille Friede, welcher setzt nach den Unruhendes Krieges in Italien blühte, gab dem immer geschäff-tigen Friedrich, der keinen Augenblick ungenutzt verstrei-chen ließ, Gelegenheit, den ^odensern eineneue Stadtzu erbauen, die ihnen mehr Sicherheitverschaffte, wennetwa die Mayländer wieder Händel anfangen sollten.Der Drt, den er hiezu erwählte, war mit aller Vor-sicht ausgesucht. Di^ Stadt sollte nemlich an einemPlatze angelegt werden, der rings um von dem FlußAdda umspühlt war; nur eine Stelle durfte mit Wallund Mauer versehen werden. Die vielen Kosten, wel-che er hiezu anwandte, sind ein großer Beweis seinerFreygebigkeit. Hierauf kündigte er allen italienischenStädten und Großen an, sich aufMartini in den Ron«kalischen Feldern zu einem allgemeinen Reichstage zuversammle», wo die Friedenöverträge kund gemacht,und die Gerechtsame des Reichs, die schon seit langerZeit in Verfall gerathen war, mit Zuziehung gelehr-ter Männer untersucht, und in ihr voriges Ansehngesetzt werden sollte.

Kaiser Manuel von Griechenland stand um dieseZeit gegen die Türken bey Anliochien im Felde. DerVorgesetzte über das Comicleum, (was bey uns derCanzler ist) erkaufte drey verwegene Jünglinge durchgroße Summen Geldes, ihn aus dem Wege zu räu-men. An dem zum Meuchelmord bestimmten Tagewollte er mit einem zahlreichen Heere bey Constantino«xel sich in Bereitschaft halten um sogleich den kaiserli-

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