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gekommen, und die Landereyen durch Raub und Brandverheert worden. Weil aber die Mayländer durch eig-ne Macht und durch ihre Bundesgenossen zu stark wa-ren , als daß jene ihnen so wehe thun konnten, wie siewünschten, so verspürten ße ihre Rache auf eine ge-legnere Zeit, welche eben seht gekommen war. Daherbetrugen sie sich nicht, als ein mit den Mayländern ver-wandtes Volk, dos seine Landleute im Kriege mit meh-rerer Schonung behandeln sollte, sondern wüthetenmit einer Grausamkeit, die selbst gegen Barbaren nichtvergönnt ist. Sie verheerten die Weinberge der May-länder, hieben die Feigen und Oehlbaume um, oderschälten ihre Rinden ab, um sie zur Feurung zu gebrau-chen. Jeder Gefangene wurde ohne Barmherzigkeitvor den Augen des Feindes umgebracht r eben so mach-ten es auch die Mayländer, wenn ein Pavesaner oderCremoncser in ihre Hände fiel. Sie zerhackten ihnin Stücken, und warfen ihn so über die Mauer hin-aus.
Schon waren die Mayländer durch vielfältigesUnglück zu Boden gedrückt. Verzweiflung und Hun-gerSnoth wuchsen mit jedem Tage. Die Reichs»hatten zwar noch guten Vorrath, die Armen aberlitten desto größer» Mangel, und machten doch denmehresten Theil aus, weil sich eine ungeheure MengeVolks aus dem ganzen Maylandischen Gebiete in dieStadt geworfen hatte. Dazu kam noch eine Seuche,welche das Elend auf den höchsten Gipfel brachte.Kurz die Mayländer sahen weiter keine Mittel zu ih-rer Rettung vor sich, als die Stadt zu übergeben»Nur einige tollkühne Menschen warfen sich nochzuVer«theidigern der Freyßeit auf. In dieser Verwirrungfaßten die Bessergesinnten den Entschluß, das Volk zuberufen, und es durch die Vorstellung des unabsehbaren
Elends