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gund machte, in Schrecken geseht worden, und sichnicht zu einer mündlichen Unterredung, wovon er Ge-fahr befürchtete, sondern zu einem Kriege vorbereitet;auch heimlich ein ansehnliches Heer zusammengebrachthabe. Es sollen sogar schon, wie eben dieser Gewährs-mann bezeugt, eilf Bischöffe mit ihren Mannen in derStadt Trvyes übernachtet haben. Aber auch schon die-ser nicht unbedeutende Schrecken, welches ganz Frank-reich überfiel, galt für einen Sieg.
Friedrich verließ Burgund, nachdem er alle Ge-schaffte glücklich beendigt, und mit den Gütern seinerGemahlin die nökhigen Verfügungen getroffen hatte. InMagdeburg, wo er die Weyhnachtsfeyertage über sichaufhielt, und die Polen zur Bcylegung ihrer Streitig-keiten erwartete, erhielt er einen Beweis, daß dieseMenschen aus habsüchtigen, ehrgeizigen Absichten we-der Treue noch eydliche Versicherungen achteten. Hieraufgieng er nach Bayern, und hielt zu Regensburg zu Anfän-ge des Jahres nz8 einen Reichstag, auf dein sich sehrviele Fürsten einfanden. Unter mehrern andern ka-men auch Gesandte des Ungarischen Königs Gaisa daselbstan. Man hatte diesem König den Verdacht gegenseinen Bruder Stephan beygebracht, als ob diesernach seiner Krone strebte. Man vermukhete auch, daßsein Oheim Bela, ein sehr einsichtsvoller Mann, derzu Neuerungen nicht ungeschickt war, sein Rathgebersey, und der Verwegenheit des jungen Prinzen, durcheine vorzüglichere, ehrenvollere Behandlung immer mehrNahrung verschaffe. Diese ausgezeichnete Achtung,welche Stephan genoß, trieb die Besorgniß seines Bru-ders ans das ausserste, der vorzüglich in allen Redenund Handlungen der Freunde und Vertrauten desselbenlauter Verdächtiges zu finden glaubte, und ihn endlichhinterlistiger Weise aus dem Wege zu raumen wünschte.