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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
261
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Den Hochweisen im Krieg und Frieden großen Män-nern , Ulrich des H. Pallastes Canzler, undHeinrich, Notar, wünscht der Canonicus undDiaconus zu Freysingen, Radewich, Fülle derWeisheit und Liebe.

^?er emsige Blick, mit dem ich die Geschichte ver-gangener Zeiten durchlaufen habe, hat mir tausendund aber tausend Beyspiele gezeigt, aus denen ichden Unbestand aller menschlichen Dinge abnehmenkonnte. Mit reißendem Fluge eilen die Lage derSterblichen dahin, schneller enteilen sie als derSchatten verschwindet, und der Wind vorübersaust.Von der Wahrheit dieser Erfahrung kann uns auchdie gegenwärtige Lebensbeschreibung einen überzeu-genden Beweis geben, deren Verfasser zu früh starb,um sein so schön angefangenes Werk, zu vollenden.Er selbst trug meiner Wenigkeit, mit Zustimmungdes Kaysers, das Geschaffte auf, diese so zusagen noch unzeitige Geburt zu erwärmen und zurReife zu bringen. Ich habe mich auch ohne An-stand dem Willen so großer Männer unterzogen, undwill lieber den Tadel, ein schlechter Schriftsteller zuseyn, verdienen, als das Werk mit seinem Urheberin Vergessenheit sinken lassen. Eigentlich ziemte sichdiese Arbeit für euch, als die glaubwürdigsten Zeugen.Nein andre mannigfaltige Sorgen und Beschaffcigun-gen rauben euch zu viel Zeit, als daß ihr selbst imStande wäret, Schriftsteller zu werden: euch ist es bloßVorbehalten, die Werke anderer mit gerechtem Lob oderTadel zu belegen.

Schriftsteller, welche, bey den Begebenhei-ten, die sie erzählen, nicht zugegen gewesen sind,R z son-