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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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hen, wo ihrer Mcmning nach höchstens ein Vogel z« ^'erwarten war. Au ihrem größten Unglücke waren ^alle Auswege versperrt, so daß kein einziger entfliehen ^konnte; und sich von oben hinab zu rollen war mir Kt- ,unvermeidlicher Lebensgefahr verbunden, weil sich derMensch, der dieses wagte, an den vielen hervorragendenFelsenfpitzen während dem Fallen nochwendig zer«schmettern mußte. Kurz, alle bis auf einen, der hnik?sich in einer Höhle versteckt hatte, wurden auf der x,Stelle niedergemachk; den Alberich nebst zwölf an-dem Rittern lies; der Kayfer lebendig greiffen, um ih»neu einen schimpflichen Tod anzuthun. Als man sieverführte, und ihnen das Llrcheil sprach, daß sie am ^Galgen sterben sollten, trat einer aus ihrer Zahl auf,und sagte: "Laßt euch Durchlauchtigster Kaiser dasSchicksal eines unglücklichen Mannes erzählen. Ich irD,.

bin ein Franzose, kein Lombarde von Geburt; zwarnur ein armer Ritter, aber ein freyer Mann. Der ««

Zufall nicht mein freyer Entschluß hat mich zu diesen M.

Räubern geführt, bey denen ich mein Glück zu ma- «1!^

chen suchte. Sie gaben mir das Versprechen, mich x s-r!

an Oerter zu führen, wo ich meine dürftigen Umstän»de verbessern könnte. Ich glaubte ihnen nur zu leicht, E«ließ mich belhören, und geriekh an diesen verwünschten U»Ort. Wer aber magS sagen, daß ich ungezwungendie Pflichten eines Vasallen verletzt, mich gegen meinOberhaupt, gegen den Beherrscher des RömischenReichs aufgeworfen habe? Schone, Kaiser, schoneeines Elenden, ddn Unglück und Betrug hiehergezogenhaben. Friedrich begnadigte ihn, jedoch mußte er zurStrafe bey den übrigen Delinquenten Henkersstelle ver-treten, die sich durch große Summen, welche sie fürihr Leben boten, nicht vom Galgen loskaufen konnten.

Die Erschlagenen, deren Zahl sich ans fünf hundert sottbelauffen haben, wurden Haufenweise zum warnenden